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Stiftung Warentest

“Stoßlüften” schützt vor zu hoher Raumfeuchtigkeit

Fenster nicht auf Dauerkippstellung lassen


Von BERRIT GRÄBER

Ob Neu- oder Altbau - Stockflecken sind nicht selten. Manchmal sind sie gleich auf den ersten Blick zu sehen. Doch nicht selten haben die Bewohner keine Ahnung, was sich allmählich hinter ihrem Schlafzimmerschrank, der Wandverkleidung oder im Jalousienkasten ausbreitet, stellte Michael Koswig von Stiftung Warentest nach Untersuchungen fest. "Doch das Problem darf nicht unterschätzt werden”, meint der Umweltexperte. Dass Schimmel nach Einschätzung der Tester auf dem Vormarsch ist, hängt auch mit modernem Wohnen zusammen. So haben die neuen, sehr dichten Fenster und Türen die Luftzirkulation in Häusern minimiert.

Schimmel ruft Allergien hervor


Hält man sich nicht an die fast vergessenen Mahnungen älterer Generationen, mehrmals am Tag zu lüften, nimmt das Schimmelrisiko zu. Dass der Schimmel in den eigenen vier Wänden die Ursache für Atemwegserkrankungen, Allergien und Hautkrankheiten sein kann, wird Betroffenen manchmal erst durch Zufall klar. Beispielsweise, wenn beim Renovieren die unansehnlichen dunklen Flecken zum Vorschein kommen. Wo sich Schimmel ausbreitet, ist das Problem immer dasselbe: Die Luftfeuchtigkeit ist zu hoch.

Dafür müssen nicht Pfusch am Bau, Hochwasserschäden oder kaputte Dachziegel oder Dachrinnen die Ursache sein. Verdunstende Feuchtigkeit entsteht ständig - beim Atmen, Schwitzen, Duschen, Kochen oder Trocknen nasser Kleidung. Pro Tag ist das häufig mehr als ein Zehnliter-Eimer voll Wasser, wie die Experten betonen. Kann die Feuchtigkeit nicht ins Freie gelangen, kriecht sie unmerklich zwischen Schränke und kalte Außenwände, kühlt ab und kondensiert - der Schimmelbefall nimmt dann seinen Lauf. Um dies zu vermeiden, sollte konsequent viermal am Tag gelüftet werden, so der Rat des Umweltexperten. Jeweils fünf Minuten "stoßlüften", möglichst als Durchzug von einem Fenster zum anderen, reichen aus. Im Winter funktioniert der Luftaustausch besonders gut. Die Nässe wird dann regelrecht aus feuchten Wänden herausgezogen. "Fenster jedoch nicht auf Dauerkippstellung lassen, denn dadurch ginge zu viel Energie verloren", mahnt Koswig.

Heizung nicht ganz abstellen


Schimmelpilze sind häufig auch in Schlafzimmern zu finden. Denn in jeder Nacht atmen und schwitzen schlafende Personen etwa einen Liter Wasser aus. Deshalb darf auch hier das "Stoßlüften" nicht vergessen werden, damit die entstandene Luftfeuchtigkeit entweichen kann. Die Heizung sollte tagsüber nicht ganz abgedreht werden, rät Koswig.

Ist es im Schlafzimmer kühler als in den übrigen Räumen, sollte die Tür nicht offen stehen. So lässt sich vermeiden, dass warme Luft hinein gelangt. Denn auch dies kann dazu beitragen, dass sich Kondensat bildet und so Schimmelpilze entstehen können.

Besteht der Verdacht dass die Wohnung durch Schimmel belastet ist, kann die Pilzkonzentration von der Stiftung Warentest bestimmt werden. Die Analyse kostet 92 DM. TeiInahmekupons und weitere Informationen zur Schimmelbekämpfung sind unter der Telefonnummer 01805/00 24 67 und per Fax unter 01805/ 88 76 83 09 im Internet unter www.stiftung-warentest.de zu bekommen.