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Müllabfuhr und Straßenreinigung werden teurer

Südliche Karl-Liebknecht-Straße besonders stark betroffen / Biotonnen auch künftig günstiger als Restabfall-Behälter

Von Andreas Tappert

Die Leipziger müssen für ihre Abfallentsorgung im nächsten Jahr mehr Geld einplanen. Denn der städtische Eigenbetrieb Stadtreinigung dreht gleich an vier Gebührenschrauben: Neben der Verwertungsgebühr und der Biotonnenfestgebühr wird auch die Leerungsgebühr angehoben, ebenso die Gebühr für die Straßenreinigung. Im Abfallbereich werden Kostensteigerungen von sieben Prozent an die Haushalte weitergereicht, bei der Straßenreinigung beträgt der Anstieg ein Prozent.

Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) nannte die Kostensteigerungen gestern „marginal". Denn bezogen auf Einzelpersonen und die jährliche Gesamtbelastung seien die Mehrbelastungen vertretbar. Bei der Straßenreinigung ist allerdings ein Straßenabschnitt besonders stark betroffen: der Südbereich der Karl-Liebknecht-Straße, insbesondere der Abschnitt an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur. Dort verstärkt die Stadtreinigung ihre Anstrengungen deutlich - statt einmal wöchentlich werden dort die Gehwege ab 2018 dreimal wöchentlich gereinigt. Begründet wird dies mit den deutlich gewachsenen Müllmengen in diesem Bereich.

Im gesamten Leipziger Stadtgebiet sind die Entsorgungsaufwendungen des Eigenbetriebs 2016 um knapp zwei Millionen Euro gestiegen, erklärte gestern die kaufmännische Geschäftsführerin Elke Franz gegenüber der LVZ. „Das liegt vor allem an den höheren Abfallmengen durch die wachsenden Einwohnerzahlen", sagte sie. Auch höhere Personalkosten werden an die Leipziger Haushalte weitergereicht. Denn Anfang nächsten Jahres stehen in der Branche Tarifverhandlungen an. „Wir haben einen Kostenanstieg von 2,4 Prozent unterstellt", so Franz. Außerdem wird wieder ein Abfallwegweiser gedruckt, der über die korrekte Entsorgung der unterschiedlichen Abfallarten informiert. Dies sei notwendig, weil noch immer viele Fehlwürfe in den gelben und grünen Tonnen festgestellt werden, erklärte Thomas Kretzschmar, Erster Betriebsleiter des Eigenbetriebs.

Die Leerungsgebühr, die nur zu zahlen ist, wenn ein Restabfallbehälter tatsächlich geleert wird, steigt für 60-Liter-Behälter auf 3,76 Euro (+ 0,12 Euro), bei 120-Liter-Behälter auf 6,04 Euro (+0,44 Euro) und bei 240-Liter-Behälter auf 8,32 Euro (+0,23 Euro). Reduziert wird dieser Preis für 80-Liter-Behälter auf 4,79 Euro (-0,06 Euro) und für die 1100-Liter-Behälter auf 33,05 Euro (-0,88 Euro).

Die Verwertungsgebühr wird monatlich für das Vorhalten der Sammelsysteme und die Entsorgung von Sperrmüll, Schadstoffen, Schrott, Elektrogeräten sowie Druckerzeugnisabfällen erhoben, ebenso für den Kommunalanteil an der Gelben Tonne Plus. Außerdem beinhaltet sie die Fixkosten für die Bioabfallsammlung und den Unterhalt der 17 Wertstoffhöfe. Die Festgebühr beträgt künftig für 60-Liter-Behälter 3,31 Euro (+0,26 Euro), für 80-Liter-Behälter 4,11 Euro (+0,29 Euro), für 120-Liter-Behälter 5,26 Euro (+0,39 Euro), für 240-Liter-Behälter 10,94 Euro (+0,88 Euro) und
für 1100-Liter-Behälter 50,09 Euro (+3,23 Euro).

Der monatliche Vorhaltepreis für
die 60-Liter-Biotonne liegt künftig bei 2,63 Euro (+0,27 Euro) und beinhaltet eine zweimalige Leerung pro Monat. Bei
120 Liter steigt dieser Preis auf 5,26 Euro (+0,45 Euro) und bei 240 Liter auf
10,52 Euro (+1,08 Euro). „Die separate Entsorgung des Bioabfalls spart auch weiterhin Geld, denn sie hilft das deutlich teurere Entsorgen über die Restmülltonne zu reduzieren", so Geschäftsführerin Franz.